Don’t call it SUV!
Tag 25
Svenningdal-Dovre
544,7km
Insgesamt: 8934,1km
Die Fahrt geht weiter. Immer weiter nach Süden. Die E6 ist schon wirklich gut ausgebaut, die Anwohner wird es freuen. Immer wieder aber gibt es alte Teile, das ist schon ein Riesen Unterschied. Manchmal sieht man noch die alte Straße neben der neuen, oft ist sie schon komplett aufgelöst. Neue, noch viel größere Tunnel stehen direkt neben den eh schon nicht so alten Tunnels und werden in wenigen Monaten/Jahren die alten ablösen.
Das Schild Richtung Trondelag mit den angedeuteten Polarlichtern lassen wir schnell hinter uns. Auch dieses Jahr waren (natürlich, da Sommer) wieder keine zu sehen.
Mittagspause auf einem Rastplatz. Hier stehen sieben teils überdachte Bänke mit Mülleimern davor. Der Blick darf über einen Fjord schweifen. Es ist sauber und gepflegt. Daheim würde man jetzt zwischen Kippen und Müll sitzen. Was ein Unterschied.
Große goldgelbe Weizenfelder grüßen von der Ferne. Inmitten stehen die typisch roten Häuser. Die Zivilisation kommt näher und näher. Schade eigentlich. Hat aber auch was Gutes, ich brauche dringend ein neues Handyladekabel. Als mich der Verkäufer an der Kassa nach meinem Postal Code fragt, antworte ich: „Jeg kommer fra Tyskland!“ Er antwortet, dass alles gut wäre und gibt mir noch mit: „Bra Norsk“ - gutes Norwegisch. Das freut mich tatsächlich sehr. Ein Antrieb, noch mehr zu lernen.
Später geht es dann noch durch das Dovrefjell, dass ich 2018 teilweise zu Fuß durchquert habe. Das Wetter ist gut, schwarze Wolken sind aber am
Horizont zu sehen. Hier gibt es Moschusochsen. Gesehen habe ich aber noch keinen. Ein Ding für ein ander Mal.
Auf einer Schotterstraße schiebt ein Mann seinen Porsche Macan im Schritttempo über Schlaglöcher und Pfützen. Ich habe natürlich keine Geduld und überhole ihn zügig - sein Gesicht werde ich nicht vergessen. Dann doch besser einen richtigen Geländewagen, denke ich mir freudestrahlend.