Allerlei Getier.

Tag 20

Gamvik-Hamningberg

456,1km

Insgesamt: 6417,4km

 

Gamvik. Der Campingplatz war notwendig. Drei Tage ohne duschen. Dafür kostet der Stellplatz fürs Zelt, Toilette und Dusche dann auch geschmeidige 40€. Absurd. Mehrere Gäste beschweren sich über die Preisgestaltung um Nordkapp - kann ich verstehen. Der Jimny kommt gut an. Neid um unser Zelt kommt nicht ans Tageslicht. Eher Mitleid. Die Temperaturen sind doch deutlich gesunken.

Weiter geht es die letzten Kilometer Richtung Ende der Halbinsel. Ziel Slettnes Fyr, dem nordöstlichsten Leuchtturm Norwegens. Kurz vorher besticht der Ort Mehamn durch seine Abgelegenheit. Ansonsten fährt man einfach nur durchs Outback des Outbacks.

Wir passieren Tana Bru, die weiße, beeindruckende Brücke in den Nordosten.

Varanger. Die letzte Landschaftsroute auf der Reise. Sie wird bestimmt von der Weite der Landschaft, dem Eismeer und der schroffen, steinigen Küste. Und dem Blick auf Mütterchen Russland. Die Nähe zu dem Riesen im Osten erkennt man auch anhand der vielen Stellungen der Deutschen aus dem 2. Weltkrieg. Hier und da findet man noch konkrete Überreste der Deutschen Besatzung, abseits der Bunker natürlich. Die sind für die Ewigkeit gebaut.

Ja, mein Gesichtsausdruck beim Bunkerschauen ist vermutlich genauso dämlich, wie der des Schafes.

Das Straßenschild der nördlichsten Landschaftsroute Varanger.

Auf einer dieser Stellungen steht plötzlich ein Fuchs neben dem Jimny. Er hat sich wohl in einem Netz verfangen und trägt jetzt ein Halsband. Salami und Käse mag er lieber als Weintrauben.

Das Wetter wird wieder besser, nur um dann schlecht zu werden. Die letzten Kilometer vor Hamningberg, der nicht zerstörten Fischersiedlung, finden im halbdunklen statt. Die Wolken hängen tief und so wirken die Felslandschaften um uns herum bedrohlich karg.

Ein weiterer Fuchs rennt uns vor’s Auto.

Das Zelt steht gut vertaut, nur wenige Meter davon entfernt grasen Rentiere. Das norwegische Wetter ist zurück. Endlich.

Zurück
Zurück

Die Zwerge haben zu tief gegraben…

Weiter
Weiter

Der wahre Norden.