Die absolut letzte Generation - versprochen!
Tag 9
Måndalen-Åustratt
349,1km
Insgesamt: 3307km
Nein, das Wetter wird nicht wirklich besser. Alles grau in grau. So grau wie die Straße. Nur die gelben Markierungen bringen etwas Farbe ins Bild. Apropos Straßen: Diese sind überall neu. Generell ist alles neu hier. Die Schnellstraßen entwickeln sich jedes Jahr etwas weiter voran und enden dann im Nichts. Ableitung, zurück auf die alten, kleineren Straßen. Aber was für eine Entwicklung. Ganz anders, als daheim.
Heute steht eine Transferfahrt nach Trondheim an. Ohne große Sehenswürdigkeiten. Da passt das Wetter ja gut dazu. So beschäftigen wir uns mit essen, True Crime Podcasts und schlafen - zumindest auf dem Beifahrersitz. Doch manchmal entdeckt man ein paar interessante Tiere neben der Straße…
In Trondheim angekommen gibt es einen Kurzbesuch am Dom, Gamle Trondheim, die berühmte Altstadt und die Ubootbunker Dora I und II. Dann geht’s wieder Richtung Südwesten.
Ein paar Marineküstenbatterien gibt es dann doch wieder zu begutachten. Durch meterhohes Gras und Unkraut kämpfe ich mich zu den Objekten durch. Heute ein Viehstall, früher Mannschaftsunterkunft. Eine andere MKB ist spannender: Um sie rum, direkt an der Küste gelegen, zieht sich ein Gleis. Ich habe eine Vermutung, es muss sich um eine Torpedobatterie handeln. Und so ist es dann auch. Was ein Aufwand, denke ich mir. Die Schattenseite: Hier campen gerne die Van-Lifer. Mit ihnen kommt leider auch der Müll. Ich verstehe es einfach nicht, warum nicht jeder seinen Mist wieder einpacken kann. Stattdessen haut man gebrauchte Grills und Plastikverpackungen der Würste einfach hinter oder in den Bunker. Aber die Welt retten wollen…
Am Abend erreichen wir einen super modernen Campingplatz und sind quasi die Einzigen. Und das für nur etwas unter 20 Euro. Da kommt man sich teilweise echt verarscht vor, wenn man für eine Massenveranstaltung dann knapp 40€ die Nacht für ein Zelt bezahlen darf.
Nachdem der Jimny die letzten Tage ein seltsames Knarzen am Unterboden geäußert hat, habe ich am Abend dann alle möglichen Fehlerquellen abgesucht. Nein, das von mir eingebaute Fahrwerk ist es schon mal nicht. Motor und Getriebe laufen auch einwandfrei. Die Lenkung? Vielleicht. Viel wahrscheinlicher ist aber eine Schutzplatte unter dem Verteilergetriebe, die im Gelände vor Beschädigung schützen soll. Das sitzt genau zwischen dem Leiterrahmen und knarzt unter Verwindung recht ähnlich zu dem, was ich während der Fahrt gehört habe. Es bleibt spannend.