Ein reine Transferstrecke und die Straße ins Glück.
Tag 26&27
709 & 479,9km
Insgesamt: 10878,8km
Es geht zurück nach Schweden. Andauernder Starkregen. Spaß macht das nicht mehr. Kurz bevor ich durch die Ortschaft Tretten in Norwegen fahre, kollabiert die dortige Brücke. Manchmal darf man auch Glück haben.
Wenn Du Handschuhe kaufst, die dicht sein sollen, vergiss es - irgendwann gibt alles auf. Der Regen zwingt mich zum weiterfahren, auch wenn es hier noch vieles zum ansehen gäbe. Mittlerweile ist alles nass.
In Schweden bessert sich das Wetter teilweise - zumindest wird es deutlich wärmer. Zwar bin ich immer noch nass, friere aber nicht mehr. Weiter geht es über die beeindruckende Øresundbrücke nach Dänemark. Ab hier folge ich wieder dem TET. Dieser geht zuerst durch Kopenhagen vorbei an den Villen der Besserverdienenden. Es liegt ein diesiger Nebel über dem Land. Ab jetzt folge ich kleinsten Straßen vorbei an Schlössern, riesigen Gutshöfen und den typisch nordischen Häusern mit ihren Reetdächern, wie man sie auch in Norddeutschland findet. Rundherum die goldenen Weizenfelder, die zumeist schon abgeerntet sind. Uralte Eichen, wunderschöne Alleen. Oft schlängelt sich der Weg unter wilden Wäldern durch. Die Tierwelt ändert sich, so blockieren diesmal keine Rentiere, sondern ein Rudel Fasane die Straße. Ein absoluter Traum bei fast zu hohen Temperaturen um die 31°.
Am Abend ziehen mich die Kreidefelsen im Südosten des Landes in den Bann, die ich komplett für mich alleine genießen kann.