Hängengeblieben zu sein kann auch Spaß machen.

Tag 7-19

Bergen


Nun gut. Aus der einen Nacht bei Freunden in Bergen sind dann ganz schnell 13 Tage geworden. Warum? Nun,…

Zuallererst einmal verlässt man Bergen nicht wenn die Sonne scheint - gibt es dort doch 248 (vl mittlerweile auch schon mehr) Regentage im Jahr. Ein paar Tage braucht man ja dann auch für gewöhnlich um eine fremde Stadt kennenzulernen. Dann wird man noch zum Angeln mitgenommen und endet schließlich mit seiner eigener Ausrüstung. Man fährt vor die Tore der Stadt und besichtigt riesige Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Man geht unter dem Anblick gigantischer Erdölplattformen erneut Angeln. Man verliert die Scheu und entdeckt seine Fähigkeiten in der Kleinkindbetreuung. Man geht auf zwei der sieben Hausberge der Stadt und genießt einwandfreie Ausblicke. Man fängt den ersten Fisch. Man tötet den ersten Fisch. Man nimmt den ersten Fisch aus. Man bereitet ihn zu und man isst ihn. Man genießt Sonnenuntergänge, betrinkt sich und geht das erste Mal seit 18 Monaten wieder weg. Man wird fürstlich bekocht und verwöhnt. Man bekommt Führungen durchs Naturhistorische Museum. Man erlebt die Erstie-Woche an der Uni und stellt fest, dass es daheim doch sehr langweilig, ängstlich und bieder zugeht. Man sieht Freiheit, kaum Einschränkungen und glückliche und zufriedene Menschen. Man sieht tanzende, ausgelassene junge Studenten. Richtig so. Und doch noch ganz gut besiedelt, dieses Norwegen.

Ganz nebenbei lernt man am Anfang eine ziemlich geile Erdöltruppe aus der ganzen Welt kennen.

Eines führt zum anderen und schon muss man sich zwingen doch mal weiter zu fahren. Die Reise ist ja noch weit. Abschiede sind mies und irgendwie echt unnötig.

Man hat sich viel zu schnell wieder ans angenehme Stadtleben mit Dach über dem Kopf gewöhnt.

Der Abschied von Bergen fällt mir genauso schwer wie der von zuhause.

Riesen Dank an meine Gastgeber A&S&W

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Manchmal weiß man einfach nicht wohin man schauen und wie man sich fühlen soll.

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Ein Fels