Junge, komm bald wieder!

Tag 4 - 18km

Insgesamt: 98km


Svolvær. Die mit knapp 4500 Einwohnern größte Stadt der Lofoten. Eine Stadt, teils verschlafen, teils nicht mehr ganz frisch. Teils perfekt restaurierte Villen. Viele Baustellen für am Wasser gelegene Luxusappartements.

Vor allem aber: Eine harte Stadt. Fischfang und Werften. Kein Platz für vom Gefühlschaos geplagte Menschen. Anpacken, schaffen gehen, überleben, Erfolg haben. 3000 Fischer entlocken der See heute noch hauptsächlich Kabeljau, der dann zu Stockfisch verarbeitet wird. Deren Köpfe hängen dann an hölzernen Trockengestellen im Freien. Ein delikater Geruch liegt in der Luft. Große Fischernetze sind bei den Fabriken zu sehen, werden gewaschen, getrocknet und repariert. Möwen kreischen.

Deutsche Bunkeranlagen thronen vor der Stadt. Verfallen, zerbombt, zugewachsen, aber doch für die Ewigkeit dort bestehend. Etwas weiter vorne am Ende des Wellenbrechers steht eine Statue im Meer. Auf einer Säule wacht eine Fischersfrau, die, den Blick aufs Meer gerichtet, die Fischer verabschiedet und auf eine gesunde und baldige Rückkehr hofft. Auch heute noch versteht man dieses Symbol nur zu gut. Die See verzeiht keine Fehler.

Zurück in der langsam erwachenden Stadt, machen sich die Ausflugsdampfer zum Ablegen bereit. Ich besuche ein Kriegsmuseum und schlendere noch etwas durch die Straßen.

An der Südküste erklimme ich einen Felsen und blicke aufs Meer.

Wasser, Sonne, Berge.

Ruhe.

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Narvik.

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Der Geisterbus