So läuft es sich besser

Tag 2 - 23km

Insgesamt: 60km


Nach einer nasskalten Nacht fühle ich mich am Morgen gar nicht mal so gut. Nachdem ich mir mit dem Aufstehen dann etwas Zeit lasse, kommt letztendlich die Sonne durch die Wolken. Vor mir das türkise Meer, ein weißer Sandstrand. Um mich rum steile schroffe Berge. Dazwischen das saftige Grün der Moose und Flechten. So kann es weitergehen.

Ich laufe ein paar Kilometer, nehme dann aber den Bus um mir einen langen Tunnel unter dem Meer zu ersparen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, diese am besten zu meiden. Auf der anderen Seite angekommen, gilt es erstmal wieder die Vorräte aufzustocken. Dann laufe ich einen ausgeschilderten Wanderweg, um eine Hauptstraße zu umgehen. Die Hauptstraße wäre 6km lang gewesen - der Wanderweg war dann irgendwas um die 15 - eine Bergüberquerung miteinbegriffen. Bei der Hitze und dem Gepäck kein Spaß. Dennoch kann ich mich über den Ausblick freuen und über den Fakt, dass quasi keine Touristen um mich rum sind. Denn die folgen mehrheitlich der Schnellstraße.

Gegen Abend wirft die immer noch hoch stehende Sonne dramatische Schatten auf das Gebirge und die Landschaft dahinter. Die Steingebilde wirken dadurch noch lebensfeindlicher und bedrohlicher, als sie es sonst auch schon sind. Der Blick geht in die Ferne und erspäht das Festland mit seiner Felslandschaft. Unterhalb der Berge stehen viele Häuser - neben ebenso großen heruntergefallenen Felsbrocken. Nerven muss man schon haben um dort zu leben.

Was ist auf dieser Reise anders? Nun, ich folge keinem ausgeschilderten Wanderweg. Das bedeutet ausschließlich Fernstraßen. Autos, Caravans und LKW. Das nervt auf der einen Seite, da ich natürlich mit dem Olavsweg 2018 anderes gewohnt war. So habe ich beschlossen, gewisse Passagen einfach mit dem Bus zu überspringen und mir die wertvollen Strecken herauszusuchen.

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Der Geisterbus

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Ein schwerer Start