Ein schwerer Start
Tag 1 - 37km
Bodo-Moskenes-Ramberg
Nach einer 24 stündigen Anreise mit diversen Bahnen, Flugzeugen und Booten erreiche ich gestern endlich die Inselgruppe der Lofoten. War das Wetter in Bodø noch nasskalt, zeigten sich die stahlgrauen Berge bei Ankunft mit der Fähre unter dem strahlendem Blau des Himmels garniert mit langsam herunterfliessenden weißen Wolken.
Die ersten Kilometer laufen sich gut, dann schlägt das Wetter aber um. Kilometer um Kilometer spule ich auf der Hauptstraße ab, die die Lofoten von Süd nach Nord verbindet. Der Asphalt gibt nicht nach, die Autos und Wohnmobile nerven zunehmend. Immerhin sind die Norweger extrem rücksichtsvolle Fahrer und halten demnach genügend Abstand.
Immer mehr Erinnerungen an die Gegend von vor drei Jahren bilden sich, nur die richtige Stimmung will nicht aufkommen. Die tief hängende Wolkendecke, die tristen Farben braun, grau und schwarz und der konstante Nieselregen erinnern mich schnell wieder daran, wo ich mich aufhalte: oberhalb des Polarkreises.