Glück gehabt!

Tag 20

18,4km

Insgesamt: 486,9km

Es ist schön, wieder Herr im eigenen Körper zu sein.

Es ist schön, nicht flachliegen zu müssen.

Es ist schön, diese Landschaft genießen zu können.

Der Weg bringt mich durch Moore, Wälder von Fjellbirken, über Flüsse und Berge. Stets mit einer unglaublichen Fernsicht auf noch größere Berge. Ganz weit weg liegende Berge. Berge, an den Spitzen weiß angemalt, mit ihren Gletschern. Berge aus schroffem Stein. Und dazwischen: nichts. Außer ein paar Seen, Flüssen und wenigen Bäumen. Diese Weite dringt erst langsam zu mir durch und lässt einen Menschen winzig klein erscheinen. Diese Art der freien Fläche kennen wir in Zentraleuropa nicht.

Stehenbleiben. Schauen. Durchatmen.

Selten war ich so froh über gutes Schuhwerk wie heute. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hat, führen mich die Pfade regelmäßig über überschwemmte und schlammig aufgeweichte Wiesen oder gleich durch Bäche hindurch. Die Schuhe machen das was sie versprochen haben: sie begleiten mich sicher ohne Ausrutscher und bleiben dabei auch absolut trocken. Selbst, wenn ich bis zum Knöchel im fließenden Wasser stehe. Toll. Auch das neue Zelt kann durchaus überzeugen. Nicht selbstverständlich, ist es doch mit 1,3 Kilo nur halb so leicht, wie mein anderes. Ob es mich sicher durch einen Orkan bringt, wie es das große getan hat, muss es erst noch beweisen! Andererseits möchte ich auf dieser Reise keinen Orkan erleben, oder?

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Man sind die blöd!

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Wenn sich eine Türe schließt,...