Spüre Deinen Körper!

Tag 14

43,4km

Insgesamt: 372,2km

Ich wache auf, fühle mich gut. An der Ringebu Kirke vorbei Richtung Norden. Geplantes Ziel sind 20km. Wenn ich mich fit fühle gehe ich vielleicht die erste Bergetappe. So war der Plan.

Bei Kilometer 20 fühle ich mich noch gut und so starte ich mit bereits über 700 Höhenmetern in den Beinen einen weiteren Anstieg. Nochmal 750 nach oben. Manchmal steil bergauf über Trampelpfade und durch ausgetrocknete Flussbetten. Dann wieder über leicht ansteigende Forststraßen. Ich erreiche mein geplantes Tagesziel auf 580 Metern Höhe. Der Ausblick ist genial, aber warum auch immer beschließe ich weiter zu laufen. Vielleicht, weil ich meinen Wasservorräten nicht traue und lieber auf Nummer sicher gehen will. Bäche stehen ja nicht zur Verfügung. Also weiter. Das ganze wieder runter. Die Aussicht ist legendär und erstreckt sich über das ganze Tal. Ein paar mal muss ich einen Weg über steil abfallende Klippen nehmen - meine Höhenangst lässt mich Gott sei Dank gewähren. Irgendwann im Tal angelangt stopfe ich mir erstmal beim nächsten Supermarkt den Magen voll. Nur noch 12km bis zum nächsten Zeltplatz. Machen wir meinen persönlichen Rekord voll? Klar.

Währenddessen ich so auf der Straße entlanglaufe, bellt mich von der Seite ein kleinerer Hund an, der am Zaun vorbei läuft. Plötzlich hört der Zaun auf, er rennt auf mich zu und keift wie ein Blöder. Ich laufe weiter, als ich plötzlich merke, wie sich dieses Drecksviech in meinem Stiefel verbeißt. Der Besitzer schreit nach dem Hund, macht aber nicht wirklich Anstalten ernsthaft einzuschreiten. Ich schleife die Nachgeburt des Teufels hinter mir her und schreie den korpulenten Besitzer an: „Stop it or I will kill it!“ Da lässt der Köter endlich von mir ab. Sachen gibt es.

Mit 19 Kilo Gepäck, insgesamt einen durchschnittlichen Österreichischen Berg rauf und wieder runter, das ganze bei 31° und über eine Marathondistanz - eine ganz spezielle Erfahrung.

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Brutal!

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Warum gerate immer ich an solche Leute?