Berge, Gandalf!
Tag 19
Lærdal-Geiranger
330km
Insgesamt: 3575km
Die Sonne scheint. Ein Traum. Los geht es durch den ersten Tunnel des Tages. Einer von vielen.
Erster Pass des Tages, der Tindevegen. Dieser schlängelt sich zu Beginn recht eng und steil bergauf. Vor einem Jahr war das einer meiner ersten Pässe mit der vollbepackten Maschine, mit null Fahrpraxis war das schon spannend. Die Straße schlängelt sich durch die Mondlandschaft dahin. Rauf, runter, Kurve an Kurve. Weitsicht. Gletscher nah und fern. Ein Wahnsinn.
Wir biegen nochmal ins Tal ab. Es geht zum Lustrafjord, hinauf zu einem ehemaligen Tuberkulosesanatorium. Die alte Schotterstraße besteht gefühlt aus mehr Schlaglöchern, denn aus Straße. Mein Tipp, die Motorhaube des G offen zu lassen, bewirkt wahre Wunder - Überhitzung ist ein Problem von gestern. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht.
Der nächste Pass ist einer der Spektakulären. Der Weg über das Sognefjell. So nah kommt man den Gletschern mit dem Auto wohl selten woanders. Das kalte Blau sticht in der Sonne hervor. Ansonsten? Wind und Stein. Das war’s. Aber herrlich aufregend.
Dann heisst es auf einer gut ausgebauten Straße Meter machen - die G-Besatzung ist müde und muss erst langsam an die Distanzen herangeführt werden.
Nächster halt: Stabkirche Lom.
Leider ist im Anschluss eine meiner Lieblingsstrassen gesperrt, der Gamle Strynefjellsvegen. Dieses Jahr soll es wohl nicht sein. Schade.
Kurz vor Geiranger fängt es dann an zu schütten. Wir finden unser Nachtquartier nicht unweit von dem Platz, wo ich letztes Jahr kampiert habe. Wieder ist es auffällig, wie wenig doch los ist. Normalerweise ist jede Möglichkeit von mindestens zwei Autos oder Wohnmobilen belegt. Schon viel angenehmer so. Wir stehen in einer Kurve, mit Blick auf das Tal und direkt neben einem Wasserfall.
Sonnenuntergang über Geiranger