Das war‘s erstmal mit dem schönen Wetter.

Tag 9

365km

Insgesamt: 2998,1km

Die Nacht war gut. Relativ früh wache ich auf, öffne das Zelt und sehe - nichts. Ich bin in einer nasskalten Nebelwand gefangen. Hin und wieder eröffnet sich der Blick auf die Bergspitzen um mich rum und genau auf eine solche fahre ich jetzt.

Noch vorsichtig - die Sonne hat noch nicht alles getrocknet - geht es Kurve um Kurve nach oben. Auf dem Plateau nehme ich eine Abzweigung und muss 15€ Maur bezahlen. Es folgt eine 10 minütige Auffahrt auf den Dalsnibba, wo am Ende eine Aussichtsplattform die Sicht sowohl auf den Geirangerfjord, als auch auf die restlichen 359° schneebedeckter Berge freigibt. Es ist kalt und stürmisch, aber ein Muss, wenn man in der Gegend ist.

Wieder zurück ins Tal. Ich nehme die Fähre durch den Fjord. Eine Stunde abschalten und das Wasser bei bestem Wetter genießen. Schon erstaunlich, auf welch entlegenen und exponierten Berghängen Sicks Menschen niederließen um Landwirtschaft zu betreiben. Direkt daneben Wasserfälle, die tief in die Schlucht rauschen.

Was folgt ist eine relativ unspektakuläre, aber entspannte Fahrt Richtung Westen. Es sind wenig bis gar keine Wohnwägen mehr zu sehen, sehr angenehm. Das Wetter verschlechtert sich zunehmend. Das wars erst mal für die nächsten Tage. Es geht ans Vestkap. Die Vegetation ist dem Nordkap sehr ähnlich, wenn auch der Übergang von der Zivilisation zur Einöde sehr abrupt kommt. So stehe ich dann am westlichsten Punkt Norwegens und schaue Richtung Island.

Mein Zelt stelle ich nur unweit von Ålesund auf, es regnet.

Zurück
Zurück

Das muss man wirklich wollen!

Weiter
Weiter

Ein Anblick für Götter