Oslo, Du Perle.
Tag 10 - 20km
Insgesamt: 194km
Heute besuche ich bei bestem Wetter den Vigeland-Skulpturenpark, der mit seinen 212 Stein- und Bronzeskulpturen die Menschen an den Kreislauf des Lebens erinnern soll. Manche Figuren sind verstörend, andere von bedeutender Schönheit. Durchaus sehenswert. Man sollte sich aber gut und gerne zwei Stunden Zeit nehmen, die Figuren haben es verdient.
Auf dem Rückweg schlendere ich durch das, was ich als 1. Bezirk von Oslo bezeichnen würde. Opulente Bauten, wo sich eine große Anzahl an Botschaften angesiedelt hat. Ein krasser Gegensatz zum neuen Oslo am Bahnhofsgebiet. Alt, beständig und überdauernd.
Die Grünanlagen auf den Prachtstraßen werden von Mährobotern gepflegt. Bei uns undenkbar - wären sie doch nach spätestens der zweiten Nacht geklaut oder in den nächsten Fluss geworfen worden.
Ein Besuch in der Domkirke ist auch noch drin. Diesen habe ich vor zwei Jahren leider nicht mehr geschafft, da Sonntag und Dom geschlossen.
Grundsätzlich ist eher weniger los. Im Vergleich zu Samstag Abend ist die Stadt wie ausgestorben. Teilweise ist es sogar verstörend einsam auf den Hauptstraßen. Der Blick schweift ungetrübt hunderte Meter der Straße entlang bis zum nächsten Häuserblock. Gespenstisch für so eine große Stadt.
Ein Besuch der Festung Akershus und des angeschlossenen Hafens mit seinen alten Segelschiffen darf natürlich auch nicht fehlen.
Zusammenfassend: Oslo ist schon ein schönes Pflaster. Besiedelt hauptsächlich von Bobos und Weltverbesserern, die es sich halt einfach leisten können. Der selbe Menschenschlag, der/die/das bei uns daheim so tut, als würde m/w/d für die Entrechteten kämpfen. Eins kann ich sagen: Es ist mit Sicherheit nicht der letzte Besuch gewesen.