Drecks Hügel

Tag 16

99,28km - 6:22:04h - insgesamt: 1607,54km

Sonnenuntergang 22:20

Sonnenaufgang 3:56

Gestern spät am Abend sind noch zwei Pärchen mit ihren Autos gekommen um in meiner Nähe zu zelten. Ich wusste gar nicht, dass zwei Autos über so viele Türen verfügen können. Über einen Zeitraum von 20 Minuten ständiges Türenauf- und -zuschlagen kann man sich ja noch wundern. Wenn aber die ganze Zeit an meinem Zelt vorbeigegangen wird, lautstark geredet und ständig dämlich gekichert wird, nervt das schon. Als ob man es nicht sieht, dass da möglicherweise jemand drin schlafen könnte.

Es ist bewölkt, 14° und der Tag beginnt erstmal mit einem Tunnel. Ich fahre in Folge einen knackigen Anstieg hoch und werde von hinten angehupt. Die beiden Damen aus Wels winken, ich winke zurück. Genial!

In der Ferne eine Insel im Sonnenschein. Der nächste Tunnel kommt. Dann noch einer und noch einer. Wieder raus und siehe da: Sonnenschein. Berge dienen als Wetterscheide und so. Perfekt. Wieder runter und auf der anderen Seite des Fjords rauf. Alles wie gehabt. All das bei erst 22km. Das kann ja heiter werden, wenn das so hügelig weiter geht, mutmaße ich. Selbstverständlich geht es genauso weiter.

Nach 45km die erste Tankstelle mit Geschäft. Es gibt ein Baguette, einen Hotdog und ein Energiegetränk aus der Heimat. Noch vier Kilometer Anstieg, dann ist der höchste Punkt erreicht, teilt mir der Verkäufer ungefragt mit. Ich danke und fahre weiter. Irgendwie gibt es hier mehr Wohnmobile als in ganz Holland sagt mir mein Gefühl.

Es bleibt bei dem fröhlichen auf und ab. 30km vor Bodø zieht das Wetter wieder zu. Der Verkehr steigt spürbar an. Ich schlafe 20 Minuten am Strand.

Später passiere ich den Saltstraumen Malstrøm, den stärksten Gezeitenstrom der Welt. Mit bis zu 40km/h bahnt sich das Wasser mit zum Teil gewaltigen Strudeln den Weg durch ein Nadelöhr.

Immer wieder sitzen Elster ähnliche Vögel in Schwärmen neben der Straße und quieken sich streitend durch die Gegend.

Auf meinem Zeltplatz in Bodø treffe ich einen gleichaltrigen Erdinger, der tatsächlich mal beim Corps Cisaria auf dem Haus war. Schon verrückt sowas.

Alles in allem eine sehr kräftezehrende Strecke. Meine Höchstgeschwindigkeit lag bei 67km/h. Morgen geht es dann mit dem Boot auf die Lofoten!

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Von Fischen, engen Straßen und 13°

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Polarkreis!