Ich glaub, es geht schon wieder los - Der Prolog

Tag 1&2

Piding-Rømø-Løkken

1701,9km

 

Ich starte bei 28°. Das Auto, der gute alte Jimny, ist vollgepackt. Mit dabei alles, was man so zum Vegetieren braucht. Nur keine Klimaanlage. Dafür ist er dann aber dank der neuen, größeren Reifen auch besonders langsam. Dafür dann aber auch wieder etwas höher. Braucht man im Großstadtdschungel. So zieht sich die Anreise in den Norden mit einer Reisegeschwindigkeit von um die 100km/h ziemlich.

Irgendwann in der Früh kapituliere ich und muss eine Runde schlafen. Einfach neben das Auto gelegt und gut ist es.

In der Früh und nach knapp 800km erreiche ich das Deutsche Panzermuseum, vor dem ich letztes Jahr kapitulieren musste, da 3 Minuten zu spät gewesen. Durchaus sehenswerte Exponate.

Über endlos lange gerade Straßen und durch tiefe Wälder hindurch geht es weiter Richtung Norden. Genauer gesagt, Richtung Kiel. Ziel: Marinedenkmal Laboe.

Zuletzt war ich hier im Jahr 2015 auf meiner ersten Fahrradreise. Ein eindrucksvoller Ort, den man gesehen haben sollte. An den Wänden die Reliefs der gesunkenen Deutschen Schiffe und Uboote der beiden Weltkriege. Unten, in der runden Gedenkhalle, nur ein schwaches, blaues Licht - man fühlt sich als ob man unter Wasser wäre. Vorne draußen das berühmte Uboot U-995, das damals in Norwegen im Einsatz war.

In Flensburg beim Tanken bezahlt erstmal ein anderer versehentlich für mich, was eine gewisse Panik beim Tankwart auslöst. Nachdem die Angelegenheit zu aller Zufriedenheit geklärt ist, geht die Fahrt Richtung Norden weiter. Ziel des Tages ist die dänische Insel Rømø.

Nach einer schier endlosen Fahrt und 1262,2km erreiche ich mein Ziel um 18:30. Blackout.

Am nächsten Tag besuche ich nur wenige Kilometer weiter nördlich das Tirpitzmuseum in Blåvand. Dort stehen zwei riesige Bunker, die für Geschütze der Tirpitzklasse vorgesehen waren. Einer davon wurde zum Museum ausgebaut und kann so auch von innen besichtigt werden. Neben der Geschichte kann man auch noch allerlei über Mammute und andere Urzeitviecher lernen. Auch der Strand nördlich der Stadt lädt zum wandern in den Dünen ein, wo man allerlei historisches begutachten und beklettern kann. 

Natürlich darf auch eine Fahrt über einen der zahlreichen Autostrände nicht fehlen. In der Heimat ein Umweltverbrechen - aber deswegen fährt man ja auch ins Ausland - für das kleine bißchen mehr an Freiheit...

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Und die Fähre geht nach…