Von A nach B.
Tag 2
Nürnberg-Flensburg
834km
Übernachtet habe ich bei einem guten Freund.
Auf der Straße dann eine Gewitterzelle nach der anderen. Starkregen. Manchmal Autobahn, manchmal Landstraße, letzteres macht mir mehr Spaß. Fünf Meter neben der Straße ein Storch. Man sieht, wie sich die Landschaft verändert.
Ab jetzt bin ich „obdachlos“. Jedes Mal wieder komisch, wenn man nicht weiß, wo man am Abend schlafen wird.
Auf der Fahrt dann wieder diese weiten Felder und wenig Häuser - so ganz anders als daheim.
Bei dem ganzen Regen stelle ich fest, wie schlecht doch eine Geländebereifung auf der Straße ist. An einer Ampel fahre ich unabsichtlich quer um die Kurve, auf der Autobahn versetzt mich Aquaplaning bei 120 unerwartet um 2 Meter nach rechts. Aufpassen ist angesagt.
Vorbei an Hodenhagen - auch eine Erwähnung wert - geht es in Richtung Munster und weil Deutschland und Panzer so gut zusammenpassen, zum dortigen Deutschen Panzermuseum. Da mein Tank furztrocken ist, beschließe ich noch schnell zu tanken. Die fünf Minuten sollten mir dann im Anschluss fehlen - letzter Einlass 17 s.t. - ich stehe im 17:02 vor verschlossenen Toren. Super.
Weiter geht es durch endlose Wälder Richtung Flensburg, wo ich auch mein Nachtlager aufschlage. Immer wieder dazwischen die Wohnwägen der Damen des horizontalen Gewerbes, die interessiert dem Verkehr zusehen und ihn doch gerne in die eigene Knutschkugel umleiten würden.
Im Schutze des Seitenscheibenwindabweisers reist eine Grille den ganzen Weg von Nürnberg mit den Norden bis nach Flensburg.